"Bürgermeister Josef Beimler ist ein Praktiker schlechthin" - Willi Neuser zu Gast bei der CSU

Lennesrieth. Langsam biegt der Wahlkampf in die Zielgerade ein. Nach den vorangegangenen Versammlungen in Waldthurn, Oberfahrenberg und Spielberg kamen die CSU-Vertreter ins Schützenhaus nach Lennesrieth. Unter den vielen Zuhörern befanden sich überraschend viele Jungwähler, die interessiert den Reden lauschten. Ortsvorsitzender Hubert Stahl hieß neben dem Gastredner Wili Neuser, seines Zeichens stellvertretender Landrat, die Kandidaten für den Kreistag Maria Färber aus Neustadt, Stephan Oetzinger aus Mantel und Alois Weig aus Waldthurn willkommen. 

Die abgeschlossenen und auf dem Weg gebrachten Projekte und Maßahmen der letzten sechs Jahre unter Bürgermeister Josef Beimler präsentierte Hubert Stahl. Die Wegesanierung und Straßenbauarbeiten zum Irlhof und in Albersrieth hätten durch Ausnützung hoher Fördersätze problemlos realisiert werden können. Durch die Ausweitung des Schutzgebietes und den Abschluss einer freiwilligen Vereinbarung mit den Landwirten sei eine leichte Entspannung der Nitratwerte am Trinkwasserbrunnen zu sehen. Die Sanierung und Ertüchtigung der Kläranlage Waldthurn stehe vor dem Abschluss, die wasserrechtliche Genehmigung sei inzwischen für die nächsten 20 Jahre erteilt worden. Durch die demographische Entwicklung habe die Teilhauptschule nicht mehr gehalten werden können. Eine teure und unnötige Generalsanierung der Schule sei mit den Stimmen der CSU-Fraktion im Marktgemeinderat verhindert worden. Die dafür notwendigen 2 Millionen Euro hätten die Gemeinde auf Jahre hinaus handlungsunfähig gemacht. Über die künftige Verwendung des nicht mehr ausgelasteten Schulgebäudes müsse sich das neue Gremium Gedanken machen. Viele Projekte hätten durch die gute Verbindungen der CSU zu den maßgeblichen Entscheidungsträgern schnell und unbürokratisch umgesetzt werden können.

Bürgermeister Josef Beimler lud die Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen in der Gemeindepolitik ein. Nur miteinander könne die Arbeit erfolgreich weiter geführt werden. Die Kindertagesstätte in Waldthurn leiste einen wichtigen Beitrag für die guten Beziehungen zur Partnerstadt in Hostau/Tschechien, die Vermittlung der tschechischen Sprache durch Janka Gollwitzer komme bei den Kleinsten gut an. Den Schulstandort Waldthurn gelte es zu festigen, die Chancen des neuen bayerischen Kinderbildungsgesetzes müssten für unsere Belange genutzt werden. Der Stärkung des ländlichen Raumes müsse die große Politik verpflichtet sein, unsere Metropole seien ein starker Landkreis und vor allem eine wirtschaftlich starke Stadt Weiden. Beim Tourismus gebe es noch Reserven, die Region um den Fahrenberg biete eine wunderschöne  Landschaft. Beimler kritisierte den ausufernden Bürokratismus in Zusammenhang mit Fördergeldern aus EU-Töpfen. Die Sanierung weiterer Gemeindestraßen hänge vom Fluss ausreichender Zuschüsse ab. Wo es was zu holen gebe, werde er da sein. Mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses in Albersrieth könne demnächst begonnen werden. Seine Arbeit als Bürgermeister in der schönen Gemeinde Waldthurn mache ihm riesigen Spaß.  

Nach dem Rückblick stellte Hubert Stahl die 28 CSU-Kandidaten zur Marktratswahl vor. Die Liste repräsentiere alle Ortsteile der Gemeinde. Mit einem Durchschnittsalter von knapp 43 Jahren habe das Team Zukunft.

Stellvertretender Landrat Willi Neuser würdigte in seinem Referat über die Kreispolitik die Verdienste von Landrat Simon Wittmann. Als einer, der unter drei Landräten gedient hätte, könne er die Leistungen Wittmanns richtig einschätzen. Mit Elan und Tatkraft werde er noch viele Ideen umsetzen. Für eine Senkung der Kreisumlage, die über die Vorgabe des Bezirks hinausgehe, werde er sich einsetzen. Die kreiseigenen Schulen seien auf Vordermann gebracht worden, größere Investitionen stünden nur noch für die Realschule in Neustadt an. Besorgt zeigte Neuser über den Rückgang der Schülerzahlen im Gymnasium in Neustadt, dagegen erlebe das Gymnasium in Eschenbach eine regelrechten Boom. In einen Diskussionsbeitrag dazu kritisierte Josef Holfelner aus Waldthurn die schlechten Busverbindungen zu den weiterführenden Schulen in Neustadt.

"Für die CSU im Landkreis Neustadt ist die Energiewende schön längst ein Thema", so Willi Neuser. Das Gebäudeleitsystem der kreiseigenen Gebäude habe zu enormen Einsparungen geführt. Die Schaffung einer Rechtsform für den Naturpark habe viel für den Tourismus gebracht. Die Gründung des Krankenhausverbundes in der Nordoberpfalz sei beispielgebend, damit habe der Landkreis wieder finanziellen Spielraum bekommen. Auf die Frage eines Zuhörers nach der Zukunft des Krankenhauses in Vohenstrauß erklärte Neuser, dass der Erhalt der drei Krankenhausstandorte nur über die Gründung der AG zu sichern gewesen wäre. Als große Leistung von MdB Albert Rupprecht bezeichnete der Redner die Verbesserung der Förderkulisse in Nordostbayern, das Engagement der Firma Witt habe damit in der Region Unterstützung gefunden. Den Waldthurner Bürgermeister Josef Beimler sehe er als Praktiker schlechthin. Die Kommunalpolitik brauche keine Bürokraten, sondern Leute, die Ideen auch zupackend umsetzen. "Nicht nachgeben zwingt alles!" Nach diesem Motto handelnd habe Josef Beimler viel für Waldthurn erreicht. "Nicht die Nörgler, sondern die Optimisten gestalten die Zukunft des ländlichen Raumes!"